Ein Bericht der Organisatorinnen des diesjährigen Pilgern für alle:
Am 19. September 2026 waren wir zum zweiten Mal ökumenisch unterwegs: Gemeinsam mit der Emmausgemeinde pilgerten wir diesmal ca. 5,5 km lang von der Wiho-Kirche in Hellern zur Heilpädagogischen Hilfe an der Ernst-Sievers-Straße.
In der Wiho-Kirche stimmte uns Jutta Beitz auf unser Vorhaben mit sehr interessanten Erläuterungen zu der Kreuz-Stele ein. Liederhefte wurden verteilt und Schlüsselanhänger aus bunten, symbolischen Perlen ausgegeben.Das Wetter spielte mit, Sonne und Wolken wechselten sich ab, und so machten sich 22 Personen auf den Weg.
Wir hatten acht Stationen vor uns, die immer einer andersfarbigen Perle des Schlüsselanhängers zugeordnet wurden.
An den Friedensbäumen vorbei ging es nun zur Martinskirche und zur Kita Martin. Antje Mühre und Bettina Wolf wollten dort über die Luther-Zitate sprechen, die an der Wand zur Kita aufgemalt waren. Doch Überraschung! Wo gestern noch in großen Lettern die Zitate prangten, strahlte uns eine komplett weiße Wand entgegen. Der Maler hatte Stunden vorher die ganze Wand übermalt, sodass nichts mehr von Luther zu sehen war. Jetzt war Improvisation gefragt! Wer kennt ein Luther-Zitat? Welche Impulse von Luther nehmen wir mit auf unser nächstes Wegstück? Belustigt und beschwingt ging es weiter Richtung Bonnuskirche.
Kurzes Innehalten am Eselspatt („bewahren und bebauen“) und weiter zur Taufkapelle in der Bonnuskirche. Dort haben wir unsere Namen gen Himmel gerufen. Durch die Glaskuppel entstand ein besonderer Klang. Nach einer kurzen Pause statteten wir dem Hermann-Bonnus-Haus einen Besuch ab und konnten die Bewohner mit Gesang und Gesprächen erfreuen. Strahlende Gesichter ließen uns dann weiter ziehen zur Synagoge der Jüdischen Gemeinde. Wir wurden sehr herzlich empfangen und konnten unsere Fragen stellen, die alle ausführlich beantwortet wurden. Für mich und einige andere war es das erste Mal, dass ich einen Blick in die Synagoge werfen durfte. Das war wirklich interessant und lehrreich.
Unsere letzte Station war dann die Heilpädagogische Hilfe an der Ernst-Sievers-Straße. Hier ökumenisch unterwegs!haben wir noch gesungen, gebetet und die Reihenfolge der Perlen am Schlüsselanhänger erläutert. Sie führt uns durch das Vaterunser, ähnlich dem Rosenkranzbeten. Schließlich waren wir ökumenisch!
Das war ein wirklich gelungener Tag. Vielleicht nächstes Jahr wieder!?
Margret Gierke und Jutta Beitz (St. Elisabeth)
Antje Mühre und Bettina Wolf (Emmaus Gemeinde)

